Verband Hamburger
Ski Vereine e.V.
VHSV

Der Weg zum DSV-Ski- oder Snowboardlehrer

Ihr seid schneesportbegeistert und habt Spaß daran mit Anderen eure Leidenschaft zu teilen und euer Wissen und Können zu vermitteln? Dann ist eine Ausbildung als Schneesportübungsleiter genau das  Richtige für Euch…!

Stand: 13.02.2018


Der Ausbildungsverlauf im DSV

DAS AUSBILDUNGSSYSTEM

Das Ausbildungs- und Lizenzsystem des DSV ist dreistufig gegliedert. Die drei DSV-Ausbildungsstufen » Grundstufe - Instructor - Skilehrer « sind dabei jeweils exakt an die Lizenzstufen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)  » Trainer-C - Trainer-B - Trainer-A « Breitensport angepasst und abgestimmt.

Die Ausbildungsansatz im DSV besteht dabei im Wesentlichen aus den drei Säulen:
Ausbildung - Fortbildung - Weiterbildung.

Dabei sind für die folgenden Aus-, Fort- und Weiterbildungen die jeweiligen Landesskiverbände zuständig:

  • DSV Grundstufe Alpin, Snowboard, Nordic und Skitour (Trainer-C)
  • DSV Instructor Alpin, Snowboard, Nordic und Skitour (Trainer-B)
     

Die DSV Ski- und Snowboardlehrer Ausbildung (Trainer-A) erfolgt direkt und zentral durch den DSV.

Die Abläufe und Inhalte der Lehrgänge und Prüfungen sind durch den DSV als Dachverband geregelt, beschrieben und können beim DSV eigesehen werden.

UNTERRICHTSMATERIALIEN

Die maßgeblichen Unterlagen für die Ausbildung bilden die aktuellen DSV Lehrpläne. Sie dienen sowohl der Lehrgangsvorbereitung als auch der Vorbereitung der theoretischen Prüfung.

Gemäß den Statuten des DSV soll jeder Teilnehmer1 der Trainer-Ausbildung verpflichtet sein, mit der Anmeldung auch der Abnahme eines Satzes der aktuellsten DSV Lehrpläne2 zum Vorzugspreis von 59,90 € inkl. Versandkosten zuzustimmen. Im Paket enthalten sind der dabei jeweils disziplinspezifische Lehrplan, der Lehrplan Freeride/Risikomanagement und das DSV Theorielehrbuch (Einzelpreis je Lehrplan 24,90€)

ANERKENNUNG VON AUSBILDUNGSTEILEN UND PRÜFUNGEN

Einzelne Ausbildungsteile, die bei anderen im DSV organisierten Landesskiverbänden erworben wurden, können, wenn die Inhalte und Umfänge entsprechend nachgewiesen werden, anerkannt werden. Entsprechende Anträge sind vor dem Besuch der jeweiligen Lehrgänge zusammen mit plausiblen Dokumentationen einzureichen.

Fort- und Ausbildungen welche bei anderen Verbänden / Organisationen erworben wurden können im Einzelfall ebenfalls anerkannt bzw. angerechnet werden. Die Anerkennung obliegt dabei der Einzelentscheidung des Landesskiverbandes und basierend auf den Anerkennungsregelungen des DSV (siehe hierzu auf » Fortbildung «)


DSV-Grundstufe - 120 LE
(Trainer-C Breitensport)

Die erste Lizenzstufe qualifiziert den DSV-Übungsleiter Grundstufe für das Unterrichten von Anfängern bis Fortgeschrittenen in der jeweiligen Disziplin innerhalb gesicherter Pisten.

Die Ausbildung ist dabei in vier Lehrgänge / Bereiche unterteilt:

THEORIELEHRGANG

Im Theorielehrgang werden sportartübergreifende (überfachliche) Basisqualifikationen ohne Prüfung vermittelt. Der Mindestumfang des überfachlichen Theorielehrgangs beträgt dabei 20 LE4 . Ihr könnt diesen Kurs direkt bei uns im Landesverband besuchen oder alternativ können auch die (Basis)Lehrgänge des Landessportbundes Hamburg oder anderer Landessportbunde besucht werden.

Ausschreibung, Termine und Anmeldung für den Theorielehrgang findet ihr unter » Termine « oder beim Hamburger Sportbund (HSB) - Bildungsreferat – Schäferkampsallee 1, 20357 Hamburg - Website: https://www.hamburger-sportbund.de/themen/aus-und-fortbildung

PRAXISLEHRGANG

Der Praxislehrgang ist bereits der erste disziplinspezifische Teile der Ausbildung. Er umfasst 27 LE4.

Am ersten Tag werden wir gemeinsam in einem disziplintheoretischen Teil die grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten für die Aufgaben als Übungsleiter Ski bzw. Snowboard erörtern und besprechen. Am zweiten Tag geht es dann in eine Skihalle im Hamburger Umfeld (Wittenburg oder Bispingen), wo wir euch die grundlegenden praktischen Technikinhalte vermitteln und diese auch gemeinsam "erfahren" werden. In diesem praktischen Rahmen erfolgt ebenfalls eine erste unverbindliche Beurteilung des persönlichen Fahrkönnens.

SCHNEE- UND PRÜFUNGSLEHRGANG

Dieser Lehrgang ist ein Prüfungslehrgang und findet in den Alpen statt! Die disziplinspezifische praktische Ausbildung im Schnee dauert insgesamt sechs Tage oder 60 LE. Die Ausbildung vor Ort erfolgt in der Regel vormittags und nachmittags im Schnee und wird durch nachmittägliche / abendliche Lerneinheiten (bspw. Theorie und Videokorrektur) in der Unterkunft ergänzt.

Nach der disziplinspezifischen technischen und methodischen Ausbildung erfolgt eine Prüfung in den Bereichen

  • Praxis
    • Methodik / Lehreignung - 2 Lehrproben (1 x Anfängerbereich und 1 x Fortgeschrittene)
    • Technik - Demonstrations- und Fahrkönnen
  • Theorie
    • Prüfung kann entweder schriftlich in Form einer Klausur oder mündlich erfolgen
       

Das Gesamtergebnis wird aus dem gleichgewichteten Mittel aller Prüfungsteile errechnet. Die Prüfung hat bestanden, wessen Schnittnote in den Prüfungsteilen Methodik, Technik und Theorie nicht schlechter als 4,50 ist. Die Prüfung hat nicht bestanden, wessen Schnittnote in einem der Prüfungsteile schlechter als 4,50 ist oder wessen Einzelnote Technik schlechter als 4,50 ist.

HEIMSTUDIUM PRAKTIKUM

Der Teil Heimstudium/Praktikum wird eigenverantwortlich durch den Anwärter durchgeführt. Das Heimstudium umfasst dabei die Vertiefung der Inhalte der Theorieausbildung in allen Bereichen sowie die eigene Nachbereitung der Praxis. Im Bereich Praktikum geht es um das Sammeln von Erfahrungen in der Praxis bspw. durch Teilnahme und Durchführung von Kinder- und Erwachsenen Skikursen, Teilnahme an Vereinsinternen Fortbildungen, Skigymnastik, Informationsabende, Organisation von Veranstaltungen und Vereinsfahrten, etc. Der Bereich Heimstudium / Praktikum umfasst insgesamt 13 LE4.

ZULASSUNGSVORAUSSETZUNGEN

Die Anforderungen der angestrebten Tätigkeit als Übungsleiter im Schneesport sind sehr vielfältig und auch anspruchsvoll.

Damit insbesondere der Schneelehrgang erfolgreich absolviert werden kann, sollten neben den persönlichen Fähigkeiten und Voraussetzungen, eine gute körperliche Fitness sowie die angemessene Beherrschung des jeweiligen Sportgerätes Grundvoraussetzung sein. Dieses sollte auf allen Pisten und bei jeder Gelände-, Wetter- und Schneesituation gut beherrscht werden. Technik und Tempo sollten jeder Zeit situationsgerecht angepasst werden können. Um festzustellen, ob die notwendigen persönlichen und körperlichen Fähigkeiten vorhanden sind, ist eine vereinsinterne Beratung und Sichtung durch erfahrene Skilehrer sinnvoll.

Die Zulassungsvoraussetzungen zu dieser Ausbildungsstufe sind wie folgt:

  • Vollendung des 16. Lebensjahres
  • Nachweis von 9 Lerneinheiten als Nachweis einer „Erste-Hilfe-Grundausbildung“, nicht älter als 2 Jahre.
  • Mitgliedschaft in einem Verein, der einem Landesskiverband angehört (Bestätigung des Vereins erforderlich)
  • Angemessenes eigenes schneesportliches Können
  • Verpflichtende Abnahme des DSV-Lehrplanpaketes2 zum Vorzugspreis von 59,90 € inkl. Versandkosten.
  • Beantragung des DSV-Leistungspaketes3 (siehe » DSV-Homepage «)

 

ZEITLICHER ABLAUF DER AUSBILDUNG

Es ist empfehlenswert, alle Ausbildungsteile möglichst in derselben Saison zu absolvieren. Die Lehrgänge können aber auch in zwei aufeinander folgenden Jahren / Saisons besucht werden.

Der Praxislehrgang ist Voraussetzung für und daher zwingend vor dem Schneelehrgang durchzuführen.


DSV-Instructor - 60 LE
(Trainer-B Breitensport)

Habt ihr euer Wissen und Können durch praktische Anwendung beim Anfänger- und Fortgeschrittenenunterricht gefestigt, könnt ihr den nächsten Schritt in Sachen Ausbildung und Prüfung in Angriff nehmen. Die Zweite Ausbildungsstufe (Trainer-B Breitensport) wird als Instructor bezeichnet und qualifiziert den DSV-Übungsleiter für das Unterrichten aller Könnensstufen vom Anfänger bis zum Könner in Vereinen und im Verband.

AUSBILDUNGSVERLAUF

Für die Ausbildung zum Instructor ist die erfolgreiche Teilnahme an dem 6-tägigen Schneelehrgang mit Praxisprüfung und Lehrproben erforderlich. Wie bereits bei der Grundstufenausbildung findet vor Ort findet in der Regel vormittags und nachmittags die Ausbildung im Schnee statt und wird durch nachmittägliche / abendliche Lerneinheiten (Bsp. Theorie und Videokorrektur) in der Unterkunft ergänzt.

Nach der disziplinspezifischen technischen und methodischen Ausbildung erfolgt je eine Prüfung in den Bereichen

  • Technik
    • Demonstrationskönnen (50%)
      • Variables Fahren
      • Demo Prüfungsfahrt I
      • Demo Prüfungsfahrt II
      • Demo Prüfungsfahrt III
    • Sportliches Können (50%)
      • Sportliches Fahren
      • Freie Abfahrt(en)
  • Methodik
    • 1 Lehrprobe mit ca. 20-25min Dauer
  • Theorie
    • 40 Prüfungsfragen Multiple Choice
       

Das Gesamtergebnis wird aus dem gleichgewichteten Mittel der drei Hauptprüfungsteile Technik, Methodik und Theorie errechnet. Die Prüfung bestanden hat, wessen Schnittnote in den Hauptprüfungsteilen sowie in den Gruppennoten Demonstrationskönnen und Sportliches Können nicht schlechter als 4,50 ist. Die Prüfung nicht bestanden hat, wessen Schnittnote in einem der drei Hauptprüfungsteile schlechter ist als 4,50 oder wer in den Einzelnoten der Technik mehr als zweimal eine schlechtere Note als 4,50 hat.

SICHTUNG

Aufgrund der höheren Anforderungen an das persönliche Wissen sowie das theoretische und technische Können eines angehenden Instructors sollte, wer diese Ausbildung anstrebt, über eine gute Ski-/Snowboardtechnik in jedem Gelände verfügen. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Tempokontrolle und der technischen Grundlagen. Des Weiteren empfehlen wir vor Anmeldung zur Ausbildung den Besuch einer Sichtung durch Mitglieder des Landeslehrteams bspw. im Rahmen von Vereins- und Verbandsfahrten, um eine erste Abschätzung des Könnensstandes zu erlangen.

ZULASSUNGSVORAUSSETZUNGEN

Die Zulassungsvoraussetzungen zu dieser Ausbildungsstufe sind wie folgt:

  • erfolgreicher Abschluss der Ausbildung DSV-Grundstufe oder Anerkennung einer gleichwertigen Ausbildung
  • Vollendung des 17. Lebensjahres
  • Nachweis von 9 Lerneinheiten als Nachweis einer „Erste-Hilfe-Grundausbildung“, nicht älter als 2 Jahre.
  • Mitgliedschaft in einem Verein, der einem Landesskiverband angehört
  • Der Ausbildungsstufe angemessenes eigenes skisportliches Können
  • Beantragung des DSV-Leistungspaketes3 sofern noch nicht im Rahmen der Übungsleiter Trainer-C Ausbildung geschehen  (siehe » DSV-Homepage «)

 


DSV-Ski- oder Snowboardlehrer - 120 LE
(Trainer-A Breitensport)

Dies ist die höchste Ausbildungsstufe im DSV. Der DSV-Ski- bzw. Snowboardlehrer wird ausgebildet für die Planung, Organisation und Durchführung von hochwertigen Kursangeboten im Verein und Verband. Als erfolgreicher Absolvent der höchsten Ausbildungsstufe im Deutschen Skiverband ist er für alle Zielgruppen im Verein kompetenter Ratgeber und Skilehrer. Er wird qualifiziert zur Leitung einer DSV Skischule und kann die Lehrkräfte vereinsintern auf den Einsatz in der DSV Skischule und im Verein vorbereiten.

Wer sich dieser Herausforderung stellt, sollte das notwendige Talent, hervorragendes Können und eine gute Portion Trainingsfleiß mitbringen. Die notwendigen Ausbildungslehrgänge werden zentral durch den DSV organisiert und durchgeführt.
 

SICHTUNG ZUM DSV-SKI- ODER SNOWBOARDLEHRER

Die Meldung eines Kandidaten beim DSV erfolgt durch den zuständigen Landesverband nach vorhergegangener obligatorischer Sichtung / Empfehlung.

Der VHSV und seine Mitgliedsvereine übernehmen die inhaltliche und technische Vorbereitung im möglichen Rahmen der Nachwuchsförderung des Lehrwesens. Ein Sichtungskurs dient dabei der gezielten Vorbereitung auf den DSV-Skilehrerlehrgang. In der Regel findet solch eine Sichtung im Rahmen der durch den Verband angebotenen Fortbildungslehrgänge statt. Die Teilnahme am Sichtungskurs beinhaltet somit immer auch die Verlängerung der Instructor Lizenz.


1 Alle Personen - und Funktionsbezeichnungen in diesem Dokument beziehen sich in gleicher Weise auf alle Personen, unabhängig von ihrem Geschlecht
2 Gemäß den Richtlinien des DSV — Die Abnahme des Lehrplanpakets ist für die Lizenzstufe (Neuanmeldung) Trainer-C verpflichtend
3 Gemäß den Richtlinien des DSV — Die Card Beantragung ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Prüfungsleistung
4 1LE = ca. 45 min